Wir stecken in einer Wohnraumkrise. Freddie Mac schätzt, dass in den USA 2,5 Millionen zusätzliche Wohnungen benötigt werden, um die Nachfrage zu decken – der größte Bedarf besteht dabei im Bereich des bezahlbaren Wohnraums.
Während die Kosten für traditionelle Bauweisen und die Bauzeiten rasant steigen, kommen die Kombination aus kaltgeformtem Stahl (CFS) und modularer Bauweise inzwischen erfolgreich zum Einsatz, um den Bedarf zu decken.
Warum?
Dank der strukturellen Festigkeit von CFS lassen sich mehrgeschossige Wohngebäude in fast der Hälfte der Zeit errichten, die vor Ort gebaute Holzkonstruktionen benötigen – und das mit zwei Dritteln weniger Fachkräften. Zusammen mit der drastischen Verringerung von Materialabfällen wird deutlich, warum die modulare Fertigung mit CFS eine praktikable Möglichkeit bietet, die derzeitige Wohnraumlücke zu schließen.
In einem von BuildSteel veröffentlichten Artikel stimmt Tom Hardiman, Geschäftsführer des Modular Building Institute, dem zu.
„Ich denke, dass Bauunternehmen und Bauherren, die modulare Bauweisen und die Fertigung außerhalb der Baustelle (Vorfertigung) nicht als wesentlichen Bestandteil ihres Geschäftsmodells nutzen, in acht Jahren ums Überleben kämpfen werden“, sagt Hardiman.
„Wenn ein großes Bauunternehmen bis 2025 nicht für mindestens 25 % seines Auftragsvolumens auf die Fertigung außerhalb der Baustelle setzt, rechne ich nicht damit, dass es 2030 noch besteht“, ergänzt Hardiman. „Bei einem auf Mehrfamilienhäuser spezialisierten Bauunternehmen müsste dieser Anteil eher bei 50 % bis 75 % liegen.“
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